Heike

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Maldurin – All Hail Caranthur

Künstler:

Maldurin

Herkunft:

Essen, Deutschland

Bandmitglieder:

Maldurin ist das Soloprojekt von Leonard Kemenani. Am Album All Hail Caranthur haben mitgewirkt:

Marijana Mladenov (Gesang)
Hagen Thiel (Erzähler, Shouts, Growls)
Daniel Abanico (Schlagzeug bei Moonchild, Trollgod)
Pete Buchholz (Schlagzeug bei Banished, Bow To Your King, All Hail Caranthur)

Link:

Album:

All Hail Caranthur

Genre:

Melodic Metal, Gothic Metal

Erscheinungsdatum:

11.09.2021

Tracklist:

1. Moonchild
2. Ursurper
3. Banished
4. Bow To Your King
5. All Hail Caranthur (feat. Marijana Mladenov, Hagen Thiel)
6. Trollgod
7. Moonchild (feat. Marijana Mladenov)
8. Banished (feat. Marijana Mladenov)
9. Trollgod (feat. Marijana Mladenov, Hagen Thiel)

Nachdem ich ja schon bei der Releaseshow im Rittersaal der Burg Altena dabei sein durfte (hier findet ihr meinen Bericht), schreibe ich natürlich gern auch noch was zum Album All Hail Caranthur. Hierfür hat sich Leonard, der Maldurin als Soloprojekt initiiert hat, noch Verstärkung geholt. Neben den beiden Schlagzeugern Daniel und Pete sind das noch Marijana Mladenov, die bei einigen Songs mit ihrer schönen Sopranstimme zu hören ist, und Hagen Thiel, der neben seiner packenden Erzählstimme auch noch mit tollen Shouts und Growls aufwarten kann. Auf die Erzählstimme muss man auf dem Album leider verzichten und mit den im Booklet gedruckten Texten vorliebnehmen. Nur bei Ursurper ist sie zu hören.

Auf All Hail Caranthur, das mit seinen neun Songs auf knapp 48 Minuten Spielzeit kommt, führt uns Maldurin in sein ganz eigenes Fantasy-Universum ein. Wir lernen das Volk von Malduria und dessen grauenvollen Herrscher Caranthur kennen sowie auch Eleonora, die unter einer seltenen Krankheit leidet und sich nur im Dunkeln frei bewegen kann. Und diese Geschichte kann man tatsächlich auch mit instrumentalen Songs erzählen. Die Verzweiflung von Eleonora, die ihr Leben in der Dunkelheit fristen muss, klingt an vielen Stellen vom ersten Song, dem Midtempo-Track Moonchild, nicht nur an, sondern ist fast greifbar. Dass Hagen Thiel eine tolle Sprecherstimme hat, darf er dann gleich im folgenden Ursurper unter Beweis stellen. Während im Hintergrund das Knistern von verbrennendem Holz zu hören ist, erzählt er, wie Rauch aufsteigt und den Himmel verdunkelt. “Fume rises and darkens the sky…” Beinahe doomig kommt der Song daher, die verschiedenen Gitarrenlinien wabern wie der Rauch aus den Boxen. Auch Banished ist im Downtempo angesiedelt. Hier noch in der Instrumentalversion gibt es diesen Song, genau wie auch Moonchild und Trollgod, noch in einer Gesangsversion. Die Idee dazu hatte Leonard, und so kam Marijana ins Spiel. Ich finde es sehr cool von Leonard, beide Versionen auf dem Album zu halten. Wer von schönem Gitarrenspiel getragene Songs mag, wird die Instrumentalversionen lieben, ich bin da unentschieden. 😀

Nach vier instrumentalen Songs ist es dann aber eine Abwechslung, dass der Titeltrack All Hail Caranthur dann mit voller Besetzung auffährt. Ich war ja zugegebenermaßen auch vor der Releaseshow skeptisch, mit was für einem Gesang Marijana auftreten würde. Gegen Soprangesang hatte ich so meine Vorbehalte. Die kann sie aber mit einer federleichten Handbewegung wegwischen, und die Kombination ihres Gesangs mit den Growls von Hagen ist sehr krass. Das dürfte dann der härteste Song des Albums sein, wobei mir auch das folgende Trollgod in der instrumentalen Version zumindest ein gepflegtes Kopfnicken entlocken kann. Die Linien der tiefer gestimmten Gitarren wälzen sich fast wie Lava aus den Boxen.

Das war dann auch das letzte Instrumentalstück, jetzt gibt es, wie schon geschrieben, die Songs Moonchild, Banished und Trollgod noch einmal in der Gesangsversion. Die Dynamik ist ja schon eine andere, Gesang und Gitarren scheinen sich gegenseitig noch einmal besonders anzuspornen. In Trollgod setzen die tiefer gestimmten Gitarren dann eher einen Kontrapunkt zu Marijanas Soprangesang, während die Growls von Hagen das Düstere noch um einiges verstärken können.


Unser Fazit

All Hail Caranthur ist kein Album, das ich im Hochsommer hören würde, wenn draußen die Sonne hell vom Himmel scheint. Das ist eher was für gemütliche Gartenpartys in lauen Sommernächten oder zum relaxten Aufs-Sofa-Kuscheln. Aber gerade in diesen Zeiten, wo man förmlich schon auf die nächste Schreckensnachricht wartet, braucht es solche Alben. Einfach mal runterkommen, auch wenn die Geschichte, die hier erzählt wird, ja auch nicht gerade vor Optimismus strotzt. Aber das ignoriere ich jetzt gepflegt. :-)

Unsere Wertung

7.0 von 10.0

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