Autor:
Lesedauer ca. 2 min.

Different Inside – Smell Your Soul

Künstler:

Different Inside

Herkunft:

Dortmund, Deutschland

Bandmitglieder:

Manuel Seegrefe (Gesang und Gitarre)
Johann Zenses (Gitarre)
Patrick Peltzer (Bassgitarre)
Thimo Kortmann (Schlagzeug)

Link:

Album:

Smell Your Soul

Genre:

Hard Rock

Erscheinungsdatum:

27.12.2017

Tracklist:

1. Storm & Control
2. Living In Silence
3. Fly Away
4. Moments
5. Push
6. Ghost
7. Blood On The Ceiling
8. Hate You
9. Take A Look
10. Welcome To The Cage
11. Day Of Reckoning
12. My Own
13. Remember These Times

Different Inside habe ich bei einer Show Ende Oktober letzten Jahres in Duisburg entdeckt. Von deren Show war ich so begeistert, dass ich mich gleich mit der CD und einem Shirt eingedeckt habe. Dass die Jungs, ohne zu wissen, dass ich auch bei SYLB aktiv bin, sich Anfang Januar bei uns melden würden, habe ich da natürlich noch nicht ansatzweise geahnt. Als ich die Mail zum ersten Mal gelesen habe, dachte ich, Thimo wollte uns verar… Er fragte nämlich, ob wir nicht Lust hätten, zum Album Smell Your Soul, das im Dezember 2017 (!!) veröffentlicht wurde, so eine Art Review zu schreiben. Ich hatte schon angefangen, eine entsprechende Antwort zu schreiben, aber je länger ich über diese Anfrage nachdachte, desto mehr musste ich doch grinsen. Und da die Songs von Different Inside tatsächlich zeitlos sind, und die Anfrage auch reinkam, bevor wir verkündet haben, dass wir keine Reviews mehr schreiben können, möchte ich zumindest ein paar Worte zu Smell Your Soul schreiben.

Die Band Different Inside gibt es tatsächlich schon seit knapp 20 (!!) Jahren, und ich kann mir nicht ansatzweise ausrechnen, wie alt bzw. jung die Jungs damals bei der Bandgründung gewesen sein mögen. In der ganzen Zeit sind sie auch tatsächlich mit nur einem Besetzungswechsel hingekommen, was ja schon eine Erwähnung wert ist. Leider gibt es im www außer dem Album nichts, was man sich von dem Quartett anhören kann, obwohl die Jungs im Jahr 2012 ihre erste EP DI.I und in 2015 die zweite EP DI.II veröffentlicht haben. Allerdings kommt das Full-Length-Debüt Smell Your Soul mit 13 Tracks daher, die für eine Spielzeit von knapp 50 Minuten sorgen. Und die kommen sehr abwechslungsreich daher. Mir persönlich gefallen die Uptempo-Tracks, wie gleich der Opener Storm & Control oder Push am besten. Auch das mit leicht in den Rap driftenden Parts aufwartende, ansonsten sehr rockig daherkommende Moments kann bei mir punkten. Aber auch mit den eher nachdenklicheren Songs wie Living In Silence, Ghost (höre ich da etwa im Riff leichte Anleihen beim Meisterwerk Kashmir von Led Zeppelin?) oder Hate You zeigen Different Inside ihr Potential. Die obligatorische Ballade darf natürlich auch nicht fehlen, und als ich sah, dass Take A Look mit knapp sieben Minuten aufwartet, war mir klar, das ist sie! Nicht meins, aber muss eine Rock-Band halt im Programm haben. Und da der Song, wie auch der ebenfalls leicht in Balladengefilden wildernde Remember These Times, streckenweise sehr reduziert daherkommt, fällt hier besonders auf, dass das Quartett mit Manuel einen richtig guten Sänger hat. Das durfte ich ja schon bei ihrer Show in Duisburg feststellen. Der kann sich natürlich nach so vielen Jahren auf seine Instrumentenfraktion, die auch mal den Background-Chor macht, blind verlassen.

Auf Bandcamp sind Different Inside nicht vertreten, aber wer sich das Album (CD oder digital) oder Merch zulegen möchte, kann das über den bandeigenen Shop tun.

Unser Fazit

Das Hard Rock-Rad haben Different Inside mit „Smell Your Soul“ natürlich nicht neu erfunden. Aber die Jungs zeigen sich mit diesem Album als versierte Songwriter und Musiker. Und da man das ja sicherlich nicht verlernt, wäre Nachschub für die heimische Anlage schon sehr schön. 😁 Fans des Genres werden jedenfalls über die gesamte Spielzeit gut unterhalten.

Unsere Wertung

8.0 von 10.0

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Jetzt meldet sich das Quartett mit neuem Material zurück und hat am 16.02. die Single "Give It To Me" veröffentlicht.
Mit ungefähr 26 Minuten, wartet To Those Who Tremble auf, und Aglasio zeigen im ungefähr dreißigsekündigen instrumentalen Intro noch nicht ansatzweise, was für eine progressive Schönheit sie da erschaffen haben.
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