Autor:
Lesedauer ca. 3 min.

The Larder Syndrome sind mit erster EP I/DUS am Start

Künstler:

The Larder Syndrome

Herkunft:

Deutschland

Bandmitglieder:

Link:

Album:

I/DUS (EP)

Genre:

Metal, Modern Metal, Melodic Death Metal, Rock, Hard Rock, Alternative Rock, Rock'n'Roll

Erscheinungsdatum:

19.03.2023

Tracklist:

1. ashes
2. wasting your afterlife
3. connectedness
4. stars align
5. let it die
6. unbroken
7. heritage of wrath
8. alles was du hast

Es gab mal eine Band, die kam aus Düsseldorf und hieß Samsara Circle. Und da ich diesen ersten Satz in der Vergangenheitsform schreibe, ist klar, dass es Samsara Circle leider nicht mehr gibt. Aber bei eben diesem Quintett saß Tobias am Schlagzeug, und der hatte mir schon vor geraumer Zeit mal was von seinen Ideen erzählt. Dann war erstmal wieder Funkstille, aber im Hintergrund muss da wohl so einiges abgegangen sein, denn als er mich jetzt wieder kontaktierte, war der Name für das “Projekt” gefunden und die erste EP bereits veröffentlicht. Live wird man The Larder Syndrome wohl nicht erleben – wobei man niemals “nie” sagen soll. Aber Tobias hat tatsächlich die unterschiedlichsten Musiker aus seinem Netzwerk gerufen, und sie alle haben während des Corona-Lockdowns remote an I/DUS mitgewirkt. Und genauso unterschiedlich, wie die Zusammenstellung der Musiker in den einzelnen Songs und die Genres sind, in denen sie normalerweise unterwegs sind, so unterschiedlich sind auch die acht Tracks auf I/DUS geworden, die die EP auf knapp 30 Minuten Spielzeit bringen. Die einzige Konstante ist Tobias, der bei allen Songs am Schlagzeug sitzt.

Vielleicht sagen euch ja einige der Bands was, darum erlaube ich es mir, alle Beteiligten formlos aufzuzählen. Auf der Bandcamp-Seite von The Larder Syndrome gibt’s auch Infos, wer welchen Part in welchem Song übernommen hat: Tobsine Trommelbiene (ex-Samsara Circle), Sebastian Ernst (Backfired.Hate / Ignition-Metal), J.D. Turner (In Sanity / Fadead), Patrick Kluge (Call of Charon), Stefan Wieker (Legion Of Gomorra), SirPreiss (SirPreiss / Fourgruppe), Lars Hanswillemenke (Sulamith / Mata Leao), Udo Wilkens (ex-Cancelled), Erik Sollmann (In Sanity), Rainer Schnelting (ex-Sinful Sanity), Marc Stemmer (Devilusion), Axel Schuh M (Shark Tank Band), Ilija Tufekcic (Bury My Regrets), Dan Driftwood (Use Möre Gas), Romeo Knight (Drown in Embers / ex-Samsara Circle), Jonas Niemeyer (Outrage).

Los geht’s mit (Melodic Death) Metal, und Ashes fällt direkt aus dem Stand gleich mal in den gestreckten Galopp. Im Chorus nehmen die Jungs das Tempo raus, und sowohl vom Aufbau des Songs als auch den sehr geilen Shouts hatte ich Erik von In Sanity als Sänger vermutet. Aber es ist Axel von der Shark Tank Band, die es mittlerweile auch schon seit zehn Jahren gibt. Beim folgenden Wasting My Afterlife gibt’s kein Vertun, das ist sowas von Use Möre Gas, dass nur Dan am Mikro stehen kann. Sehr geiler Rock’n’Roll ballert da aus den Boxen. Connectedness haben tatsächlich nur zwei Mann eingespielt, nämlich Tobias selbst und Sebastian, der hier Gesang, Gitarre und Bassgitarre übernommen hat. Noch ein sehr geiler Shouter, der diesem mit breiter Brust vorwärts stampfenden Modern Metal-Track seinen Stempel aufdrückt.

Nachdem ich Erik von In Sanity schon bei Ashes vermutet hatte, darf der bei Stars Align ran. Bei In Sanity ist auch J.D. aktiv, der hier die Saiteninstrumente und die Zweitstimme übernommen hat. Der Track wildert ebenfalls eher im Modern Metal, hat aber ordentlich Schlagseite in Richtung Melodic Death Metal. Let It Die ist auf Spotify der einzige Song, der ein “e” für “explicit” gekriegt hat. Aber Patrick von Call Of Charon ist natürlich vor nix fies. Der hat den Text, den er da ins Mikro brüllt, ja auch geschrieben. 😀 Sehr geiler Uptempo-Track, der tatsächlich auch mit einem Breakdown aufwartet. Bei Breakdowns sagen aber auch Call Of Charon sowieso nicht nein.

Einer der Tracks, die mich vom ersten Hören an gepackt haben, war neben Ashes auch Unbroken. Auch da steht wieder Axel am Mikro, der hier nicht nur mit klasse Shouts sondern auch mit großartigen Clean Vocals aufwarten kann. Nach diesem Modern Metal-Track geht’s mit Heritage Of Wrath wieder auf die Rock-Schiene und als Einheizer für den Rock’n’Roll-Zug steht wieder Dan am Mikro. Komplett aus dem Rahmen fällt der letzte Song Alles was du hast. Der kommt nämlich in so einer Art NU-Metal mit Sprechgesang von SirPreiss daher, der mit Shouts von Lars, Scratches von Jonas, sowie Udo an der Gitarre, Marc am Bass und Tobias am Schlagzeug unterstützt wird.

Produziert wurde I/DUS von René in den Schreiraumstudios und ist nicht nur auf allen Streamingplattformen zu hören, sondern auch auf der Bandcamp-Seite von The Larder Syndrome zu erwerben.

Unser Fazit

Ich finde es ja sehr bemerkenswert, dass Tobias überhaupt auf die Idee für eine solche EP wie I/DUS gekommen ist. Dann musste er überlegen, wer aus seinem Netzwerk passen könnte und hat vielleicht auch einige Absagen gekriegt. Die, die dann mitgemacht haben, waren sicherlich froh, in der Lockdown-Phase an so einem Projekt mitwirken zu können und sich mit anderen Musikern zusammenzutun, die das gleiche Ziel verfolgen. Herausgekommen ist eine EP, die tatsächlich auch von den unterschiedlichen Sängern lebt (dazu muss ich sagen, dass ich nicht das feine Gehör habe, um unterschiedliche Gitarristen oder Bassisten zu erkennen). Außerdem sind die Songs für sich gesehen schon sehr unterhaltsam, so dass die halbstündige Spielzeit überaus kurzweilig vergeht. Da darf gern ein II/DUS folgen. 😁

Unsere Wertung

8.0 von 10.0

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