Autor:
Lesedauer ca. 2 min.

Spin My Fate – Volume I: On A Verge Of No Return

Künstler:

Spin My Fate

Herkunft:

Münster, Deutschland

Bandmitglieder:

Jan Kattner (Gesang)
Simon Bosse (Gitarre und Backgroundgesang)
Marcel Wolf (Gitarre und Backgroundgesang)
Patrick Hartz (Bassgitarre und Backgroundgesang)
Jonas Bertels (Schlagzeug und Backgroundgesang)

Link:

Album:

Volume I: On A Verge Of No Return

Genre:

Alternative Rock, Indierock

Erscheinungsdatum:

06.05.2023

Tracklist:

1. Progress (Árbol Del Tule)
2. Tell Me, What Tomorrow Brings
3. Daydreamer
4. Yume No Mori
5. Storm To Pass
6. Scotoma
7. Soul Kite
8. Fire
9. Camomile
10. Whispering Ghosts
11. Hey Sir, This World Is On A Verge Of No Return

Seit dem Jahr 2014 bin ich mit meiner Kamera auf Undergroundshows unterwegs, war einige Jahre Mitglied des Time For Metal e. V. und bin seit Mitte 2021 im SYLB-Team. In all diesen Jahren habe ich die Szene supportet und dabei einige Bands kommen und gehen sehen. Noch länger als ich ist das Münsteraner Quintett Spin My Fate schon aktiv, die Band wurde nämlich bereits im April 2006 (!!) gegründet, damals noch als Quartett. Ich habe sie dann “erst” im Jahr 2017 mit ihrem dritten Album Tides entdeckt und war auch bei der Releaseshow im Jovel dabei. Ans Gehen denken die Jungs aber auch nach all den Jahren noch lange nicht. Nach dem 2019er Live-Album Keep It Alive steht jetzt die Veröffentlichung ihres neuen Albums Volume I: On a Verge Of No Return an. Das kommt mit seinen 10 Songs und einem Interlude auf eine Spielzeit auf ungefähr 45 Minuten. Ich habe mich beim Albumtitel natürlich gleich gefragt, ob da vielleicht auch schon ein “Volume II” geplant ist…

Diese Spielzeit mit einer Ballade einzuleiten, finde ich ziemlich mutig. Aber selbst mir, die Balladen nach wie vor ziemlich skeptisch gegenübersteht, gefällt der Track richtig gut und wird sogar einer meiner Favoriten. Das mag auch daran liegen, dass Progress (Árbol Del Tule) in keiner Weise cheesy aus den Boxen kommt, sondern speziell wohl durch das Spiel der tiefer gestimmten Gitarren, wenn nicht zum Headbangen, dann zumindest zum Kopfnicken einlädt. Und wo wir schon beim Thema “mutig” waren, auch der Rest des Albums ist, zumindest im Vergleich zu Tides, schon eine musikalische Neuausrichtung. Das Album kommt mit einigen akustischen/halbakustischen Downtempo-Tracks bzw. Balladen daher (Daydreamer, Soul Kite). Auch Storm To Pass ist eine großartige Ballade, die den Fokus voll auf Gesang und elektrische Gitarre legt und mit ein paar Soundeffekten aufwartet. Auch der letzte Song Hey Sir, This World Is On A Verge Of No Return startet balladesk. Dass Spin My Fate hier aber noch umschwenken zu Dubstep, hatte ich natürlich nun überhaupt und gar nicht erwartet. Sehr coole Idee!

Neben diesen eher getragenen Tracks haben Spin My Fate aber nicht ganz vergessen, wie Alternative Rock geht. Das zeigen sie gleich mit Tell Me What Tomorrow Brings, mit dem ich aber auch nach dem drölfzigsten Hören einfach nicht warm werde. Mit Yume No Mori tasten sie sich weiter langsam ran, hier bleiben die Jungs eher noch im Indierock. Scotoma rockt dann aber richtig, und der Song wartet mit sehr coolen NUMetal-Einschlägen auf, die mich ein wenig an die großartigen Korn denken lassen. Der Gute-Laune-Song Fire nimmt ordentlich Tempo auf und ist Alternative Rock vom Feinsten. Da fällts schwer, die Hände auf der Tastatur zu lassen und weiterzuschreiben. Auch Whispering Ghosts streckt seine Fühler in Richtung Alternative Rock aus, hier haben sich Spin My Fate allerdings für eine radiotaugliche Version entschieden.

Die  Record Releaseshow findet wieder genau am Tag der Albumveröffentlichung statt. Dieses Mal geht’s allerdings nicht ins Jovel sondern in die Sputnikhalle. Mit am Start sind Avalanche Effect und Kings & Hurricanes, und nach den Shows gibt’s noch eine 90’s Millenium Rock Aftershow – Party. Einlass ist bereits um 18:00 Uhr, los geht’s um 18:30 Uhr.

Unser Fazit

Schon, während ich dieses Album zum ersten Mal höre, krame ich mein Review zum Album “Tides” raus. War da auch schon so wenig Alternative Rock und mehr Indierock bzw. Halbakustisches und Downtempo dabei? Das Album hatte ja von mir immerhin 9 von 10 Punkten gekriegt. Aber sowohl mein Review als auch ein kurzes Durchhören sagen “nein”. Ist dieses Album deswegen schwächer? Objektiv gesehen wohl nicht, aber es trifft tatsächlich nicht mehr so meinen Geschmack, wie es “Tides” noch getan hat. Darum auch weniger Punkte. Aber wie schon bei “Tides” meine Anspieltipps bunt gemischt waren, sind auch hier tatsächlich zwei (!!) Balladen (nämlich “Progress (Árbol Del Tule)” sowie “Storm To Pass”) und natürlich das rockige “Fire” meine Favoriten.

Unsere Wertung

8.0 von 10.0

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