Autor:
Lesedauer ca. 2 min.

Slaughter Creek – Hill Country

Künstler:

Slaughter Creek

Herkunft:

College Station (Texas), USA

Bandmitglieder:

Garrett Crooks (Gesang)
Ian O'Keefe (Gitarre)
Josh Stobbe (Bassgitarre)
Flynn Harrison (Schlagzeug)

Link:

Album:

Hill Country

Genre:

Death Metal

Erscheinungsdatum:

30.03.2022

Tracklist:

1. Insatiable
2. Famine
3. Incinerator Circus
4. Black Metal Song
5. Slaughterhouse
6. In The Streets
7. And In The Sheets
8. That Wasn't Very Pop Punk Of You
9. Stubbs
10. Beans
11. Leprosy's Third Eye
12. Bobby's Knees
13. bobbygrindonme<3

Wir haben ja schon über einige Bands berichtet, die nicht aus Deutschland stammen, aber die Nachricht von Slaughter Creek hat bislang den weitesten Weg zurückgelegt. Das Quartett stammt nämlich aus den USA, genauer gesagt aus Texas. Da denke ich ja zugegebenermaßen eher an Cowboys und Countrymusik, aber davon sind Slaughter Creek tatsächlich meilenweit entfernt. Sie selbst ordnen sich im Deathcore ein, ich würde es eher als Death Metal bezeichnen, was da auf dem Debütalbum Hill Country auf den Hörer einprügelt. Das Cover des Albums könnte auch von einer Oldschool Black Metal-Band stammen, und da haben Slaughter Creek zumindest den passenden Songtitel am Start. Aber auch der hat mit Black Metal nicht wirklich was zu tun. 😀

Hill Country ist nach der Demo The Trailer Park aus Oktober 2020 das Debütalbum von Slaughter Creek und kommt mit seinen 13 Tracks auf eine Spielzeit von knapp 37 Minuten. Die sind aber höchst unterschiedlich verteilt. So ist der kürzeste Track (abgesehen von dem 18sekündigen That Wasn’t Very Pop Punk Of You) gerade mal 1:16 Minuten lang, auf 4:42 Minuten bringt es In The Streets.

Manchmal klingt es etwas holprig, was da aus den Boxen schallt. Das mag teilweise auch daran liegen, dass viele der Songs (z. B. Insatiable, And In The Sheets, Stubbs oder Bobby’s Knees) vor Tempowechseln nur so strotzen. Die scheinen nicht wirklich einer Logik zu folgen, sondern tauchen ziemlich willkürlich auf. Das lässt das Album insgesamt ein wenig chaotisch erscheinen, und von Anfang bis Ende konzentriert dran zu bleiben, war für mich zugegebenermaßen ziemlich anstrengend. Über dem ganzen “Chaos”, das die Instrumentalfraktion veranstaltet, thront der Gesang von Garrett, der da ziemlich breit aufgestellt ist. Fiese Screams sind für ihn genauso wenig ein Problem, wie tiefe Growls. Verlassen kann man sich allerdings auf die sehr geilen Breakdowns, ohne die vor allem die schnelleren Tracks nicht auskommen.

Aufhorchen lassen mich die immer mal wieder eingestreuten Passagen, die eigentlich so gar nichts mit Death Metal zu tun haben. Sei es ein cooles, jazziges Bass-Solo (Insatiable), ein anderthalbminütiges ruhiges Intro (Slaughterhouse), die Ausflüge in den NUMetal im gleich folgenden In The Streets oder das südamerikanisch angehauchte Intro bei Leprosy’s Third Eye. Welcher Bobby Cullen beim letzten Track bobbygrindonme<3 mitgewirkt hat, habe ich nicht herausfinden können. Aber der Song definitiv der abgedrehteste auf Hill Country und pendelt zwischen Dissonanz, Death Metal und Dubstep.

Unser Fazit

Death Metal, wie Slaughter Creek ihn zelebrieren, höre ich eigentlich sehr selten. Da fehlt mir der Moment, wenn Melodik und Härte aufeinanderprallen. Technisch versiert mögen die Jungs sein, es klingt aber teilweise eher nach Jam-Session im Proberaum als nach ausgefeiltem Songwriting, was da auf Hill Country versammelt ist. Aber auch solche Songs haben sicherlich ihre Fans, also einfach mal den Jungs ein Ohr leihen.

Unsere Wertung

6.0 von 10.0

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