Autor:
Lesedauer ca. 2 min.

Sekoria – Seelenwanderung

Künstler:

Sekoria

Herkunft:

Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Bandmitglieder:

Tobias Forneberg (Bassgitarre, Gesang und Arrangement der Orchestersamples)
Felix Piroth (Gitarre, Gesang und Arrangement der Orchestersamples)
Matthias Markwart (Gitarre)
Mathias Tröster (Schlagzeug)

Link:

Album:

Seelenwanderung

Genre:

Epic Black Metal, Melodic Black Metal, Black Metal

Erscheinungsdatum:

14.01.2022

Tracklist:

1. Morte Aeterna
2. Seelenwanderung
3. Todgeweihter
4. Vergänglich
5. Nachtmahr
6. Das Eigene Sein
7. Schwarz Wie Die Nacht
8. Der Wahnsinn
9. Entzweit

Vor kurzem hatte ich auf Insta meine Musiktipps geteilt, die am 22.01. auf unserer Homepage online gegangen waren. Von den fünf Tipps waren zwei aus dem Black Metal, und das hat die nordrhein-westfälischen Schwarzmetaller von Sekoria dazu veranlasst, einen Kommentar zu schreiben. Ich solle mir doch gern mal ihr letztes Album anhören, das gerade veröffentlicht wurde. Vielleicht würde es mir ja gefallen. Gut, dass ich das dann auch ziemlich zügig getan habe, denn, das darf ich vorwegnehmen, diese Perle des Melodic / Epic Black Metal läuft seitdem in Dauerrotation und wird sich sicherlich am Jahresende in meinen Top5-Alben wiederfinden. Zur Band selbst habe ich kaum etwas im Netz gefunden. Laut Profil auf BackstagePro gibt es Sekoria seit dem Jahr 2009, und auf Bandcamp finden sich neben Seelenwanderung noch die Alben Iter Stellarum (2012) und Im Reich Der Schatten (2015).

Eigentlich würde ich bei dem Album- und bei den Songtiteln eher von Depressive Black Metal oder Post Black Metal ausgehen. Aber man kann Texte über Depression oder Verzweiflung auch in schnellere Songs verpacken. Das tun Sekoria nach dem symphonischen Intro Morte Aeterna dann auch in den folgenden 50 Minuten. Dabei warten sie mit allem auf, was den Melodic / Epic Black Metal für mich so unbedingt hörenswert macht: wunderbare Gitarrenläufe, tolle Twin Guitar-Einlagen, Blastbeats… Und mit Tobias und Felix sind Sekoria auch gesangstechnisch bestens aufgestellt. Ihre Stimmlagen sind nicht allzu weit auseinander und ergänzen sich wunderbar.

Immer mal wieder halten Sekoria kurz inne, nehmen Tempo raus, lassen die Worte nachklingen und tief durchatmen, bevor es weitergeht mit der wilden Hatz. Und auch die orchestralen Klänge kriegen ihren Raum, sei es im Intro (Das Eigene Sein), als längeres Outro (Seelenwanderung), als melodische Bridge (Todgeweihter) oder als begleitendes Element (Der Wahnsinn). Da darf man dann auch an die großen Werke von Dimmu Borgir denken, zu dem Sekoria mit diesem Album aber definitiv nicht allzu weit aufschauen müssen. Und beim kürzesten Track des Albums, Schwarz Wie Die Nacht, darf dann auch mal der Bass aus seinem “Schattendasein” heraustreten und im Intro beweisen, dass er mehr kann, als nur im Hintergrund zu wirken.

Ach, ich könnte wohl noch mehr von diesen Feinheiten herauspicken, die man mit jedem Hören neu entdecken kann, und die für die Sorgfalt sprechen, die Sekoria dem Album vom ersten bis zum letzten Ton gewidmet haben. Nicht unerwähnt bleiben soll in diesem Zusammenhang auch die glasklare Produktion, die von Anfang bis Ende in den Händen von Sekoria lag, während Mix und Mastering von Tobias übernommen wurde. Das tolle Coverartwork haben Sekoria dann allerdings nicht selbst gestaltet, das hat Kai Stähler übernommen.

Unser Fazit

Auch wenn wir jetzt erst im zweiten Monat des Jahres sind, gehe ich fest davon aus, dass Sekoria mit diesem Album ganz weit vorn in meinen Jahrescharts landen werden. Das ist Epic / Melodic Black Metal in Perfektion. Man muss tatsächlich nicht in die Ferne schweifen, um so etwas auf die Ohren zu kriegen. Und gerade Bandcamp ist für derartige Perlen eine wahre Fundgrube. Da kann man sich die Alben (oder auch Merch) direkt zulegen und die Künstler damit auch gleich unterstützen. Aktuell findet man das Album auf Bandcamp nur in der digitalen Ausgabe, aber Sekoria haben schon bekanntgegeben, dass CDs und auch neue Shirts bestellt sind. Da werde ich dann wohl auch noch zuschlagen. :-D

Unsere Wertung

10.0 von 10.0

Diesen Beitrag teilen

Facebook
WhatsApp
Telegram
Email

mehr Reviews

Jetzt meldet sich das Quartett mit neuem Material zurück und hat am 16.02. die Single "Give It To Me" veröffentlicht.
Mit ungefähr 26 Minuten, wartet To Those Who Tremble auf, und Aglasio zeigen im ungefähr dreißigsekündigen instrumentalen Intro noch nicht ansatzweise, was für eine progressive Schönheit sie da erschaffen haben.
Alle Inhalte geladen
Keine weiteren Inhalte verfügbar
Nach oben