Autor:
Lesedauer ca. 2 min.

Mortem Agmen – The Path To The Abyss Of Evil

Künstler:

Mortem Agmen

Herkunft:

Miesbach, Deutschland

Bandmitglieder:

Marbas (Gesang und Gitarre)
Morax (Gitarre)
Mantus (Bassgitarre)
Malphas (Schlagzeug)

Link:

Album:

The Path To The Abyss Of Evil

Genre:

Black Metal, Melodic Black Metal

Erscheinungsdatum:

23.02.2024

Tracklist:

1. Intro / Forest Of Forgotten Souls
2. Time Of Evil
3. Trapped In The Way Of Darkness
4. Destruction Of Soul
5. Vortex Of Flames
6. Proclamation Of Dark Victory
7. The Pact With The Allmighty Satan

Auf die Mortem Agmen Releaseparty am 23.02.2024 in Bad Tölz haben wir ja bereits hingewiesen. Und nachdem ich mir auf der Bandcamp-Seite von Nachzehrer Records den Track Proclamation Of Dark Victory angehört hatte, habe ich sehr gern zugestimmt, auch das Review zum Album zu schreiben. Dass das nämlich, nach der Demo Where Live Ends Forever, das Debütalbum einer im Jahr 2023 gegründeten Band ist, ist sehr bemerkenswert, auch wenn die Mitglieder keine Neulinge in der Szene sind. Um die Aufnahmen, Mix und Mastering hat sich Chris Böhm im Studio Noise Apocalypse in Lenggries gekümmert. Dass der eine tolle Arbeit abgeliefert hat, hört man direkt vom ersten Ton. Glasklar und sehr ausgewogen kommt es aus den Boxen, und selbst die Drums, die manchmal im Black Metal ziemlich blass klingen, haben noch ordentlich Druck.

Zweigeteilt geht’s los, von den insgesamt ungefähr sechseinhalb Minuten gehören die ersten anderthalb dem so atmosphärischen wie auch leicht bedrohlich klingenden Intro. Bevor die Gänsepelle aber zu dick wird, legen die vier mit Forest Of Forgotten Souls los. Festen Pfaden folgen Mortem Agmen nicht, sondern schlagen sich auch mal ins Unterholz. So sorgen sie mit der ruhigen instrumentalen Bridge für ein paar Momente der Kontemplation. Ähnlich zweigeteilt kommt auch das folgende Time Of Evil daher. Der zweitlängste Song des Albums wartet ebenfalls mit einem anderthalbminütigen instrumentalen Intro auf. Aber nicht nur das „Intro“ ist instrumental. In den knapp acht Minuten Spielzeit finden sich noch weitere Parts ohne Gesang. Die sind manchmal doch sehr repetitiv, und nachdem ein- und dasselbe Riff dann gefühlt drölfzig Mal zu hören war, werde ich doch etwas ungeduldig. Der Song hätte meiner Meinung nach definitiv gekürzt werden können. Was eine Straffung bringt, zeigt sich mit den drei folgenden Songs. Trapped In The Way Of Darkness und Destruction Of Soul bleiben unter sechs Minuten, Vortex Of Flames knackt sogar „nur“ knapp die Vier-Minuten-Marke. Und selbst da schaffen die Männer es noch, mit geschickt gesetzten Tempowechseln zu arbeiten, die für noch mehr Kurzweil sorgen.

Etwas besser als bei Time Of Evil wird die Zeit beim längsten Track des Albums genutzt, fast acht Minuten bringt mein Favorit Proclamation Of Dark Victory auf die Uhr. Die schönen melodischen Riffs stehen auch hier wieder in krassem Kontrast zum harschen Gesang von Marbas. Mit The Pact With The Allmighty Satan schließen Mortem Agmen ihr Debütalbum ab und zeigen in dem Viereinhalbminüter noch einmal, dass sie durchaus in der Lage sind, spannende Songs zu schreiben. Manchmal verzetteln sie sich leider ein wenig, dann wird’s arg langatmig. Das trifft aber im Grunde nur auf Time Of Evil zu, ansonsten findet das Quartett doch die richtige Balance zwischen Gesang und Instrumental, zwischen „auf den Punkt kommen“ und ausgedehnten Wiederholungen.

Der Vorverkauf ist bereits am 18.12. gestartet, wobei man wählen kann zwischen der CD und einem auf 25 Stück limitiertes CD-Bundle mit CD inkl. Shirt, Patch und Poster (30×40 cm). Shirt, Patch und Poster sind auch nur in diesem Bundle erhältlich, das über den Shop von Nachzehrer Records vorbestellt werden kann. 


Unser Fazit

Abgesehen von den bereits beschriebenen Längen liefert das Quartett mit seinem Debütalbum feinen (Melodic) Black Metal ab. Und auch, wenn sich mir manche Tempowechsel nicht erschließen, sind es doch aber gerade auch die, die für Abwechslung sorgen. Da vergeht die Spielzeit insgesamt sehr kurzweilig.

Unsere Wertung

8.0 von 10.0

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Jetzt meldet sich das Quartett mit neuem Material zurück und hat am 16.02. die Single "Give It To Me" veröffentlicht.
Mit ungefähr 26 Minuten, wartet To Those Who Tremble auf, und Aglasio zeigen im ungefähr dreißigsekündigen instrumentalen Intro noch nicht ansatzweise, was für eine progressive Schönheit sie da erschaffen haben.
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