Autor:
Lesedauer ca. 2 min.

Fool The Masses – Welcome To The Big Seven

Künstler:

Fool The Masses

Herkunft:

Duisburg, Deutschland

Bandmitglieder:

Nico Müller (Gesang)
Raphael Moujou (Gitarre und Backgroundgesang)
Lea Karla (Gitarre)
DJ Vornax (DJ, Beats, Synths)

Link:

Album:

Welcome To The Big Seven

Genre:

Metalcore, Alternative Metal

Erscheinungsdatum:

01.07.2022

Tracklist:

1. Welcome To The Big 7
2. Not A Victim
3. In My Veins
4. #Fakeyou
5. Alone
6. Burn The Opera
7. Depression
8. 19 Down
9. Kamikaze Command
10. Deception
11. No Oblivion
12. The End
13. Party All Night Long

Wenn man eines direkt vorwegnehmen kann, dann, dass das Album Welcome To The Big Seven von Fool The Masses alles andere ist als langweilig. Die Band hat sich 2020 gefunden und hat ihre ersten Singles Victim und Supervision 2021 released. Victim zeigt auf YouTube vollen Erfolg, denn es wurde dort seit dem Release 103.853 (Stand: 20.09.22) Mal aufgerufen. Soweit so gut, aber wie schlägt sich ihr Album?

Das 2:30 Minuten Intro, welches den gleichen Namen wie das Album trägt, hat mich direkt gepackt. Die sphärischen Klänge, die sich fast 2:00 Minuten halten, bauen eine spannende Atmosphäre auf. Die dann einsetzenden Drums hören sich nach 80er Jahre Stranger Things an und machen einfach nur Bock zu hören. Der nächste Song Not A Victim nimmt zunächst die Sounds aus dem Intro auf und nach 40 Sek schwenkt das Ganze dann schlagartig in Metalcore um. Diese Irreführung finde ich auch in den Songs In My Vains, 19 Down, The End und Party All Night Long. Die Songs starten mit elektrischen Beats und mutieren dann schlagartig in harte Sounds um. Ich frage mich, ob die Band da ihrem Namen gerecht werden will. Denn Fool The Masses lautet zu Deutsch, das Täuschen der Massen. Zufall?

Abgesehen von den Täuschungsmanövern fährt die Band eine straighte Linie. Es wird laut und hart. Raphael und Lea spielen mit ihren Gitarren richtig gute Riffs und Melodien ein. Die vielseitige Stimme von Nico, die von tiefen Shouts bis hin zu richtig gutem Gesang reicht, sowie die elektronischen Drums gepaart mit den anderen elektronischen Klängen ergeben ein vielseitiges Album.

Der Song Depression kommt ohne Täuschung aus und verläuft durchgängig ruhig und tiefgründig. Ein sehr guter Song, der mit klaren Vocals trumpft. Der Song kommt so persönlich rüber, als wäre er an einen bestimmten Menschen gerichtet. Depressionen sind ein sensibles Thema und Fool The Masses haben die Thematik respektvoll in einem sehr guten Stück untergebracht.

Der Sound des Albums hört sich durchgängig klar und professionell aufgenommen an, und ich finde die elektronischen Elemente in den Songs absolut gut platziert. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Band ohne Drummer auskommt. Auf dem Album hört man es nicht raus, aber bei Live-Auftritten der Band stelle ich mir das schon sehr interessant vor, statt dem Drummer einen DJ zu sehen.

Unser Fazit

Fool The Masses zeigen mit “Welcome To The Big 7” ein enormes Spektrum an Vielseitigkeit. Ich bin gespannt, wie es mit zukünftigen Releases aussieht. Ich würde mir wünschen, dass der eine oder andere harte Break, wie bei “19 Down” ausbleibt und der Song irgendwie so weitergeht, wie er anfängt. Das ist wahrlich keine Kritik, sondern ein persönlicher Wunsch, denn so wie das Album aufgenommen wurde, ist es einfach richtig gut und wie oben geschrieben, in keinster Weise langweilig. Da ihre Musik richtig Bock auf feiern macht und ihr Sound schon speziell ist, hoffe ich, dass es die vier mit Auftritten mal in Richtung Ostwestfalen zieht.

Unsere Wertung

8.5 von 10.0

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