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Lesedauer ca. 2 min.

Caedeous – Malum Supplicium

Künstler:

Caedeous

Herkunft:

Portugal

Bandmitglieder:

Thomas Blanc (Gesang)
Rosmerta (Mezzo Sopran-Gesang und Chöre)
Douglas Melchiades (Gitarre)
Paulo J. Mendes (Pianos, Orchestrierung)
Federico Leone (Schlagzeug und Percussion)

Session Musiker:
Rich Gray (Session Studio und Live Bass)

Link:

Album:

Malum Supplicium

Genre:

Symphonic Black Metal

Erscheinungsdatum:

21.04.2023

Tracklist:

1. Scalas Ad Inferos
2. Cruxis Inferni
3. In Flamma Peribimus
4. Maledictio Animae
5. Pandemonium
6. Obscura Ascensionis
7. Pergame Altare
8. Abominatio Alchimiae
9. Malum Supplicium

Seit knapp zehn Jahren gibt es die portugiesische Extreme Metal-/Symphonic Black Metal-Band Caedeous schon, sie wurde im Jahr 2014 vom Musikkomponisten und Multiinstrumentalisten Paulo J. Mendes gegründet. Der hat über die Jahre die Songs für die drei Alben von Caedeous komponiert und auch bereits einige Parts selbst eingespielt. Im Jahr 2017 erschien das Debütalbum Domini Tenebrarum, gefolgt vom Album Obscurus Perpetua aus dem Jahr 2022. Im Dezember 2022 konnte Paulo einen Vertrag mit MDD Records unterzeichnen, und jetzt ist für den 21.04. die Veröffentlichung des dritten Albums angekündigt. Malum Supplicium soll, wie auch die beiden Vorgänger, die Stimmung von Horrorgeschichten, die von Lovecraft, Barker und Alighieri inspiriert sind, in einen musikalischen Kontext bringen. Produziert, gemixt und gemastert wurde Malum Supplicium von Rich Gray im Gray Matter Audio Studios in Soham, England. Das Album wird als Doppel-CD veröffentlicht, und neben dem regulären Album befindet sich auf CD das komplette Werk in einer orchestralen Version, die die musikalische Vision der Band komplettiert.

Von der musikalischen Vision kann man sich gleich mit dem Intro Scalas Ad Inferos ein Bild machen. Eine düstere Stimme erzählt von ewiger Dunkelheit, die auf die Erde niedergegangen ist, vom Tor zur Hölle, das jetzt weit offensteht, von Dämonen, die genährt von Millionen Seelen ihr Unwesen treiben, und vom dritten Antichristen, der auf dem Pergamonaltar sitzt, während sich das Orchester langsam zu einem Crescendo formiert.

Im folgenden Cruxus Inferni wird sofort klar, warum Paulo sich Thomas Blanc als Sänger ausgesucht hat. Der war ja schon auf dem vorherigen Album zu hören und wird natürlich auch bei der geplanten Liveperformance dabei sein (wäre ich auch sehr gern, ich hoffe, das wird was). Was der gesangstechnisch drauf hat, von tiefsten Growls über kraftvolle Shouts bis hin zu den so typischen Black Metal-Screams ist unglaublich! Dabei könnte ich dann fast das große Orchester überhören, das oft seine ganz eigenen Symphonien zu spielen scheint. Das Einzige, das, für mich zumindest, zum Gesang passt, ist das Schlagzeug. Gitarre und Bass kann ich aus dem großen Soundkonglomerat oft nicht heraushören. Das wird ein wenig anders bei Obscura Ascensionis, wo sich auch zum ersten Mal der großartige Mezzosopran von Rosmerta durch die Gehörgänge schmeichelt. Hier ist auch das große Orchester wunderbar variabel zwischen piano und forte arrangiert. Einer meiner Favoriten ist das immer mal wieder in den gestreckten Galopp fallende Pergame Altare, das tatsächlich auch mit einem kurzen Gitarrensolo aufwartet. Damit kommt auch der letzte Song, es ist der Titeltrack, noch einmal um die Ecke, bevor bereits nach ungefähr 35 Minuten der letzte Ton des Albums verklingt. In meinem Kopf schwirrt es jetzt wie in einem Bienenstock, das war schon ein sehr bombastisches symphonisches Klangerlebnis.

Unser Fazit

Ja ja, ich und Konzeptalben. 😀 Damit kann man mich tatsächlich nicht locken. Aber wenn ich lese “Symphonic Black Metal”, und dann auch noch der Name Lovecraft auftaucht, lasse ich einiges stehen und liegen. Und hier ist es für mich auch tatsächlich gut, die Intention von Paulo zu kennen. Da tauchen vor meinem geistigen Auge so einige Horrorfilme, wie z. B. auch der großartige “Sleepy Hollow” oder eben die Erzählungen von Lovecraft, auf. Ansonsten wäre es für mich ein mehr oder weniger normales Symphonic Black Metal-Album, das tatsächlich mehr vom Gesang als den symphonischen Arrangements lebt. Um die ausreichend zu würdigen, wäre es dann wohl wirklich sinnvoll, sich die instrumentale Version von Malum Supplicium anzuhören.

Unsere Wertung

7.5 von 10.0

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