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Lesedauer ca. 2 min.

Burning Paradise – The World Is On Fire

Künstler:

Burning Paradise

Herkunft:

Pocking (Niederbayern), Deutschland

Bandmitglieder:

Niklas (Gesang und Rhythmusgitarre)
Bastian (Gitarre und Gesang)
Patrick (Leadgitarre und Backgroundgesang)
Alexander (Bassgitarre)
Christoph (Schlagzeug)

Link:

Album:

The World Is On Fire

Genre:

Hard Rock, Punkrock

Erscheinungsdatum:

03.11.2023

Tracklist:

1. Intro
2. Dance With Me (Album Version)
3. The World Is On Fire
4. Enemies
5. Next To Me
6. Life
7. Break
8. Give It To Me Now
9. Wild Eyes
10. Feel So Alive
11. Pennywise
12. Applepie
13. No More Lies

Als wir im Juli dieses Jahres die Single Pennywise der niederbayrischen Band Burning Paradise vorgestellt haben, hatten wir es schon geschrieben: für Ende des Jahres ist ein neues Album angekündigt. Die Ankündigung haben die Jungs mittlerweile umgesetzt und uns gefragt, ob wir auch zum Album The World Is On Fire etwas schreiben. Das ist der Nachfolger des 2018 veröffentlichten Debütalbums self-titled und kommt mit seinen 12 Songs + Intro auf ungefähr 52 Minuten Spielzeit. 

Ein nur von Klavierspiel getragenes Intro hatte ich bei den Jungs nun nicht erwartet, aber wenn sie das auch bei Liveshows verwenden, haben sie eine knappe Minute Zeit, sich auf der Bühne aufzubauen, um dann mit Dance With Me zum Tanz aufzufordern. Warum die Jungs dem Song in der Albumversion fast sechs Minuten geben, erschließt sich mir nicht, mein Finger schwebt nach ungefähr der Hälfte über der Skip-Taste. Diesen (zumindest für meine Ohren) Totalausfall gleich zu Beginn machen sie aber schon mit dem Titeltrack, der als nächstes aus den Boxen schallt, wett. Der rockt ordentlich, wartet mit einem sehr gediegenen Solo auf und kann zumindest für gepflegtes Kopfnicken sorgen.

Das Kopfnicken weicht dann über das gesamte Album aber auch mal einem Kopfschütteln. Zu ähnlich klingen die Songs, erst mit Give It To Me Now kommt mal die ersehnte Abwechslung im Tempo und auch musikalischer Ausrichtung. Da helfen auch die sehr coolen Riffs (z. B. im Intro von Life) und Soli nicht viel. Musikalisch wird’s auf jeden Fall bei den letzten sechs Songs etwas abwechslungsreicher, gesangstechnisch ist das (für mich zumindest) manchmal hart an der Schmerzgrenze (Life, Break, Wild Eyes). Überraschen können Burning Paradise mich dann tatsächlich noch mit No More Lies (ja, ich habe das Album natürlich bis zum Schluss gehört). Dem Uptempo-Song mit leichter Schlagseite zum Punkrock spendieren die Jungs nämlich einen kleinen Reggae-Ausflug. Das ist aber dann auch tatsächlich das Einzige, was ich noch erwähnenswert finde (auch wenn ich Reggae überhaupt nicht mag).

Unser Fazit

Ich bewundere ja Menschen, die mit Ausdauer und Einsatz ihrer Leidenschaft nachgehen und dabei so einiges auf die Beine stellen. Dabei gibt‘s kleinere Bands, die schon mit großen Talenten gesegnet sind, und bei denen vom Songwriting bis zur Produktion und dem fertigen Output alles auf professionellem Niveau läuft und auch dementsprechend klingt. Über die Produktion kann ich mich bei Burning Paradise nicht beklagen. Und die Instrumentenfraktion ist auch gut aufgestellt. Gesangstechnisch dürfen die Jungs aber gern noch an sich arbeiten, und auch das Songwriting ist durchaus verbesserungswürdig. Ich mag Hard Rock ja sehr gern, meinetwegen auch mal mit Schlagseite zum Punkrock, aber mit dem Album kriegen die Jungs mich nicht.

Unsere Wertung

5.5 von 10.0

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