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Heute: Heikes Wunderliste

Tracklist

Neben unseren regelmäßigen News, Reviews, Konzertberichten und Interviews wollen wir euch auch Künstlerinnen, Künstler und Bands aus dem Rock- und Metal-Underground vorstellen, die zwar vielleicht aktuell nicht mit neuen Releases am Start sind, die aber unserer Meinung nach eure Aufmerksamkeit verdient haben. Ländergrenzen gibt es dabei gar nicht, denn in jedem Land der Welt finden sich interessante Musikerinnen und Musiker. Also viel Spaß bei der Entdeckungsreise!

Electric Gravity (Stoner Rock, Grunge, Alternative Rock aus Münster, Deutschland) 

Die Band Electric Gravity habe ich im letzten Jahr bei einer der Shows des SPH Music Masters in Bochum entdeckt. Normalerweise ist weder Stoner Rock noch Grunge so wirklich meins, aber was mich tatsächlich fast umgehauen hat, ist der Gesang von Patrick. WAS eine Rockröhre! Diese Show fand ohne Publikum als Livestream statt und wurde auch komplett aufgezeichnet. So könnt ihr euch den halbstündigen Auftritt von Electric Gravity auf YouTube anschauen. Ich habe mich hier für die Single A Hand’s Worth Of Dark entschieden, die die Jungs im Juli 2021 veröffentlicht haben.


Devil May Care (Post Hardcore aus Würzburg, Deutschland)

In diesem Jahr können die vier Jungs von Devil May Care schon ihr zehnjähriges Bandbestehen feiern, ich habe sie tatsächlich erst Anfang des vergangenen Jahres entdeckt. Drei Alben haben sie bislang veröffentlicht, zuletzt Divine Tragedy im vergangenen Jahr. Neben ihrer Musik ist sicherlich auch ihr außerordentlich großes Engagement für die Umwelt und für soziale Projekte erwähnenswert. Da reden sie nicht nur sondern packen auch selbst mit an. Im August 2021 durfte ich sie dann auch live erleben, als sie den Weg ins Druckluft in Oberhausen gefunden haben. Sehr geile Show, und unseren Bericht dazu findet ihr hier


Candescence (Melodic Death Metal aus Erftstadt, Deutschland)

Auf Facebook sind sie unter “Schwedentod” zu finden, und das sagt schon alles. Melodic Death Metal der Gothenburg-Schule steht auf dem Programm der fünf. Gegründet wurde Candescence bereits im Jahr 2003, das Besetzungskarussell drehte sich aber diverse Male, und von der ursprünglichen Besetzung ist nur noch Alex (Gitarre) übriggeblieben. Nach einer fünfjährigen Pause nahm der Schwedentod-Zug im Jahr 2015 wieder Fahrt auf, und nach mehreren Demos erschien dann im Jahr 2018 das Debütalbum …Ur Askan, das auch mit Black Metal-Einflüssen aufwartet. Die Jungs veröffentlichen auch immer wieder mal sehr coole Coverversionen und machen dabei auch vor ABBA nicht Halt, aber hier gibt’s den Song …Och under tusen namn jag går… vom Debütalbum.


Haven (Alternative Metal, Post Metal aus Berlin, Deutschland)

Die Klanglandschaften, durch die Haven mit ihren Songs wandeln, sind so unterschiedlich, wie die Landschaften der Erde. Beobachtet man gerade noch wie hypnotisiert einen wunderbaren Sonnenuntergang, wird man im nächsten Augenblick von einem Tornado mitgerissen und blickt Sekunden später in den tiefen Schlund eines ausbrechenden Vulkans, dessen langsam herabfließende Lava alles verschlingt. Die Songs auf der Debüt-EP Anima aus 2018 und der zweiten EP Vessel aus 2020 sind komplex und nichts zum Nebenbei Hören, haben aber definitiv eure Aufmerksamkeit verdient.


Orca (Modern Metal, Groove Metal aus Harsewinkel, Deutschland)

Wie auch Electric Gravity habe ich Orca bei einer Show der SPH Music Masters entdeckt. Ich werde es nie vergessen, wie ich den Jungs beim Soundcheck zuschaute und dann dem neben mir stehenden Veranstaltungsleiter ins Ohr brüllte “das ist sehr geil, genau meine Musik”. Dass die Jungs, wie es bei Soundchecks so üblich ist, aber plötzlich aufhörten zu spielen, und meine letzten Worte sehr laut durch die dann einsetzende Stille hallten, hatte ich natürlich nicht erwartet. Aber für das “Dankeschön”, das dann von einem lächelnden Christopher (Gesang) von der Bühne kam, war es das wert. 😀 So lange gibt’s Orca noch gar nicht, 2017 erfolgte die Bandgründung, im Jahr 2020 erschien die Debüt-EP Predator. Die kommt mit ihren sieben Songs plus Intro auf knapp 30 Minuten Groove Metal mit einem ordentlich Schuss Death Metal. 

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