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Lesedauer ca. 2 min.

Taskforce Toxicator – Reborn In Thrash (EP)

Künstler:

Taskforce Toxicator

Herkunft:

Münster, Deutschland

Bandmitglieder:

Fabian Koch (Gesang)
Lars Wenning (Gitarre)
Dominik Rothe (Gitarre)
Oli Frank (Bassgitarre)
Lysander Gerding (Schlagzeug)

Link:

Album:

Reborn In Thrash (EP)

Genre:

Thrash Metal, Extreme Power Metal

Erscheinungsdatum:

15.01.2021

Tracklist:

1. Reborn In Thrash
2. Space Maneuver
3. Genetic Failure
4. Alien Facemelter
5. Oppressor

Normalerweise melden sich Bands bei uns über die verschiedenen Messenger, via Instagram oder über unser neu eingerichtetes Kontaktformular. Die Münsteraner Band Taskforce Toxicator hat uns aber tatsächlich ganz Oldschool kontaktiert. Sie hat nämlich ein sehr umfangreiches Pressekit per Post an unseren Henning geschickt und gefragt, ob wir zur EP Reborn In Thrash, die schon im Januar dieses Jahres veröffentlicht wurde, ein paar Worte schreiben mögen. Für so viel Sorgfalt beim Zusammenstellen aller Informationen, die ich als “Schreiberling” brauche und mir von allen Bands wünschen würde, gibt es schon mal einen dicken Pluspunkt.

Als ich zum ersten Mal das bunte Cover der EP gesehen habe, musste ich gleich an die Briten von Dragonforce denken, die ja zumindest in ihrer frühen Phase nicht nur mit krassen Albumcovern, sondern auch mit ziemlich durchgeknallten Songs auf sich aufmerksam gemacht haben. Auch die Band Taskforce Toxicator, die im Jahr 2017 gegründet wurde und eher im Oldschool Thrash denn im (Extreme) Power Metal unterwegs ist, kommt allein schon thematisch im wahrsten Sinne des Wortes von einem anderen Stern. So erzählt die “galaktische Söldnertruppe”, wie sie sich selbst bezeichnen, in ihren Songs von skurrilen Weltraumabenteuern, Entführung durch Aliens und Weltraumschlachten inklusive. Dabei sollte man sich die Lyrics durchaus mal genauer anhören, denn Taskforce Toxicator heben auch mal mahnend den Zeigefinger und kritisieren das aktuelle politische Weltgeschehen.

Wer jetzt denkt, das wäre alles doch “too much”, den kann ich beruhigen. Nicht nur Thrash Metal-Fans sollten sich mal die fünf Songs geben, die auf Reborn In Thrash versammelt sind und die EP auf eine Spielzeit von ungefähr 19 Minuten bringen. Auch Fans von Power-/Speed Metal dürfen durchaus mal ein Ohr riskieren. Selbst ich, die nicht allzu oft Thrash Metal hört, hatte meinen Spaß mit den Tracks. So wirklich als Oldschool Thrash würde ich es auch gar nicht bezeichnen. Die Jungs verstehen es nämlich, nicht nur auf Hochgeschwindigkeits-Riffattacken zu setzen, sondern mit allerlei Variationen zu punkten. Punkten können sie auch mit dem richtig guten Gesang von Fabian, der sich immer irgendwo zwischen Shouts und Klargesang bewegt. Natürlich dürfen auch Gitarrensoli nicht fehlen, und Drummer Lysander, der nach Sascha den Platz hinter der Schießbude übernommen hat, treibt die Jungs immer wieder an, den Warp-Antrieb einzuschalten. Das macht Spaß und hat bei mir nicht nur für ausgiebiges Nackentraining, sondern auch für sehr kurzweilige knapp 19 Minuten gesorgt, die sich dann irgendwann auf eine knappe Stunde ausgedehnt hatten. Die Repeat-Taste ist bei Taskforce Toxicator schnell gedrückt! 😀 


Unser Fazit

Münster habe ich bislang tatsächlich nicht mit Thrash Metal, sondern eher mit Post Rock, Post Metal und vielleicht noch Post Black Metal in Verbindung gebracht. Jetzt kommt also mit der “intergalaktischen Söldnertruppe” Taskforce Toxicator, die mit Reborn In Thrash ihre zweite EP vorgelegt hat, ein weiteres Genre dazu. Im August spielten sie eine Show im Rare Guitar in Münster, da kannte ich sie aber noch nicht. So hoffe ich, dass ich die Jungs bei einer ihrer nächsten Show mal live erleben kann. Das dürfte ein sehr unterhaltsames wie auch schweißtreibendes Ereignis für alle Beteiligten werden.

Unsere Wertung

8.5 von 10.0

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Seit dem Jahr 2014 bin ich jetzt in der Undergroundszene unterwegs und finde es nach wie vor bemerkenswert, wie viel Herzblut, Motivation, Zeit und nicht zuletzt natürlich auch Geld hier von den Künstlerinnen, Künstlern und Bands investiert wird, um das zu tun, was sie lieben.
Dass ich eine Künstlerin, einen Künstler oder eine Band, die uns kontaktiert, nicht kenne, ist für mich mittlerweile nicht mehr ungewöhnlich. Dazu ist allein die Rock- und Metalszene schon viel zu groß, und es gibt so viele unfassbar gute Künstlerinnen, Künstler und Bands.
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