Autor:
Lesedauer ca. 2 min.

Lord Astaroth – Vita Aeterna

Künstler:

Lord Astaroth

Herkunft:

Hof, Deutschland

Bandmitglieder:

Aktuelle Besetzung:
Baalberith (Gesang)
Barbatos (Gitarre)
Mictian (Gitarre)
Nosaj (Bassgitarre)
Naamah (Keyboard)
Subnok (Schlagzeug)

Link:

Album:

Vita Aeterna

Genre:

Black Metal

Erscheinungsdatum:

26.05.2023

Tracklist:

Seite A:
1. Intro
2. Luzifer
3. Wächter der Vergangenheit
4. Verräter
5. Nachtgefühle

Seite B:
6. Krieger der Gerechtigkeit
7. Blutopfer
8. Buch der Lügen
9. Outro

Ich hatte es schon mal in einem Review geschrieben: normalerweise drucke ich sämtliche Anfragen, die per Mail reinkommen, aus und trage die Anfrage zusätzlich in eine Liste ein. Das hatte ich bei Adams Anfrage aus irgendwelchen Gründen nicht getan. Dann war ich im Urlaub, auf Dienstreise und sonstwo unterwegs, und die Mail war vergessen. Hätte Adam jetzt nicht nachgefragt, wäre sie das auch weiterhin geblieben. So kommt mein Review also erst drei Monate nach Veröffentlichung der limitierten Vinyl-Version des 1996 erschienenen Demos Vita Aeterna von Lord Astaroth. Sorry für die arge Verspätung!

Diese Demo gab’s damals nur als Cassette in einer Auflage von 600 Stück. Am 26.05. sind in Kooperationsveröffentlichung von Crawling Chaos und Schattenpfade zwei Versionen erschienen. Das gute Teil gibt es entweder als Schwarzes 12″ Vinyl, streng limitiert auf 150 handnummerierte Einheiten, oder als Special Edition mit Schwarzem 12″ Vinyl mit einem hölzernen Catacomb Skull (Größe ca. 3 cm x 2,5 cm) von Ashes of the Souls, streng limitiert auf 10 handnummerierte, mit einem Echtheitszertifikat versehene Einheiten.

Laut den Metal-Archives wurde Lord Astaroth im Jahr 1994 gegründet und ist neben der eigenen Demo Vita Aeterna noch auf der Split Franconian Frost mit Cryptic Wintermoon (1998) und der Split Lex Talionis mit Schattenvald (2011) vertreten. Sänger Baalberith ist aber auch noch in einigen anderen Bands aktiv (Homicidal Violence, Iratus Nebula, Nuclear Storm) bzw. war es (Angelus Mortis, Violation, Profanis).

Black Metal mit Keyboard hatte ich, wenn ich mich recht entsinne, bislang noch nicht. Hier ist diese Position besetzt. Das Keyboard trägt auch durch das Intro und tritt auch immer mal wieder mehr (z. B. beim Intro von Wächter der Vergangenheit) oder weniger hörbar in Erscheinung. Da die Songs für dieses Vinyl nicht remastert wurden, klingen sie aber tatsächlich so, wie auf der Demo aus dem Jahr 1996. Das hört sich dann eher an, als ob die Songs im Proberaum während einer Livesession aufgenommen wurden. Im Black Metal bewundere ich ja vor allem die Drummer, die sich mit ihren Blastbeats und Doublebase immer so wunderbar mit den Gitarristen zu duellieren scheinen. Auf Vita Aeterna klingt das, was Nepadun, der damals Bandmitglied war, spielt, allerdings manchmal ein wenig “off track”. Der Gesangsstil von Baalberith ist ebenfalls “oldschool”. Manchmal klingt es, als ob sich ein Grizzlybär vor einem aufbaut und losbrüllt. Abseits dieser kurzen Momente wandelt er mit traumwandlerischer Sicherheit zwischen Keifen, Krächzen und Growlen.

Crawling Chaos hat das komplette Album auf YouTube hochgeladen, darum gibt’s hier ausnahmsweise mal keinen einzelnen Song, sondern eben alle. Aber das kann man sich natürlich nicht ins Regal stellen, also gern anhören und danach bei Crawling Chaos oder Schattenpfade eine der beiden Vinyleditionen bestellen. 💪

Unser Fazit

Es wird ja immer mal wieder darüber geschimpft, dass ein Album zu glatt produziert sei und keine Ecken und Kanten aufweise. Das mag auf einige Alben zutreffen, ich persönlich habe damit aber weniger ein Problem. Hier haben wir nun auf jeden Fall das genaue Gegenteil, und wer, wie ich, schon immer mal hören wollte, wie Deutscher Black Metal vor fast 30 Jahren klang, liegt mit diesem Vinyl richtig. Ich bleibe allerdings für die Zukunft lieber bei moderneren Produktionen. 😃

Unsere Wertung

8.0 von 10.0

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Es ist tatsächlich schon knapp vier Jahre her, dass ich Mortal Hatred zum letzten Mal live erlebt habe. Im Juli 2018 spielten sie in Dinslaken eine ihrer energiegeladenen Shows, und ich habe wieder mal nur staunend vor der Bühne gestanden, und die Flitzefinger an den Saiteninstrumenten und Kai an den Drums bewundert. Die haben mit ihren coolen Riffings und Kai mit Blastbeats und Doublebase die Songs vorangetrieben und auch Freddy irgendwann den Schweiß nicht nur auf die Stirn getrieben.
Genauso lieblich, wie Wein bei mir gern sein darf, kommt nämlich Sympathy daher. Fast schon ein wenig fluffig, wie eins meiner Lieblingsdesserts, Mousse Au Chocolat, das ja auch hervorragend zu Wein passt. Meine Mousse ist aus Zartbitterschokolade, und so schwingt auch ein wenig Bitterkeit im Gesang von David mit, wenn er singt "I'm lost within your sympathy, Rippin’ out the best of me".
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