Autor:
Lesedauer ca. 2 min.

Johnny Rocky And The Weekend Warriors – Call Me

Künstler:

Johnny Rocky And The Weekend Warriors

Herkunft:

Aachen, Deutschland

Bandmitglieder:

Johnny Rocky (Gesang und Bassgitarre)
Matt McHazeman (Gitarre und Backgroundgesang)
Chriss Rey (Gitarre)
Bobby Paceman (Schlagzeug)

Link:

Album:

Call Me

Genre:

Punkrock

Erscheinungsdatum:

03.09.2021

Tracklist:

1. Leftover Man
2. Call Me
3. Rooting For The Monster
4. Don't Trust
5. School Work Death
6. Party All Alone
7. I Just Want You
8. Belly Of The Beast
9. No Time
10. Cry
11. Infected
12. Braindead
13. High Speed Rail
14. I Don't Wanna Go
15. Bang Your Head At Home

Als ich zum ersten Mal von der Band Johnny Rocky And The Weekend Warriors hörte, dachte ich, dass die wohl schon länger in der Szene unterwegs sein müssten, denn das wirkte alles wie aus einem Guss, und trotzdem sah man den Jungs an, dass sie mit Spaß bei der Sache waren. Tatsächlich gibt es die Band aber erst seit Anfang 2018. Da hatte Johnny Rocky einige Punkrock-Songs geschrieben und brauchte musikalische Begleiter, die die Songs zum Leben erwecken konnten. Nach einigen Proberaumtreffen war die Truppe beisammen, und gemeinsam ging man ins Studio, um die zehn Songs einzuspielen und auf CD zu bannen. Die erschien im April 2019 und konnte auch noch mit einigen Shows live präsentiert werden.

Mit Liveshows war es dann 2020 ja bekanntermaßen nicht mehr wirklich was, aber die Kreativität sprudelte nach wie vor ungebremst. So wurden also 15 neue Tracks geschrieben und produziert, die sich auf dem neuen Album Call Me finden. Wieder mal bleibt Johnny Rocky bei den von ihm so geliebten kurzen Songs, so dass das gesamte Album tatsächlich nur auf eine Spielzeit von ungefähr 31 Minuten kommt. Und die machen richtig Spaß.

In fröhlichem Tempowechsel rauschen die Songs aus den Boxen, wobei Johnny Rocky And The Weekend Warriors das Gaspedal entweder zu 3/4 oder gleich ganz durchtreten. Mich erinnern sie dabei des Öfteren an die amerikanische Rock’n’Roll-Band Sha Na Na. Die tauchten im Film Grease (1978) als Johnny Casino And The Gamblers auf, und haben dort unter anderem mit ihrer Coverversion des Elvis Presley-Songs Hound Dog die Tanzfläche zum Beben gebracht. Sha Na Na haben bisweilen in sehr komödiantischer Art und Weise die Musik der 50er Jahre parodiert, und auch bei einigen Songs von Johnny Rocky And The Weekend Warriors muss ich grinsen. School Work Death ist ja wohl tatsächlich der Verlauf des Lebens auf drei Worte zusammengeschrumpft, und die Party All Alone haben wahrscheinlich auch schon einige gefeiert. 😀

Tiefsinnige Texte sucht man hier vergebens, aber Johnny erweist sich als aufmerksamer Beobachter von alltäglichen Situationen. Die verpackt er dann in eingängige Texte, und der Chorus wird in einigen Songs so oft wiederholt, dass sogar meine Mama ihn irgendwann mitsingen könnte, obwohl sie kein Wort Englisch spricht. Die schönen Gitarrensoli, mit denen jeder Song ausgestattet ist, wären aber wohl eher nichts für sie. 😀

Unser Fazit

Mittlerweile habe ich ja schon einige Reviews für Punkrock-Alben schreiben dürfen und war ja auch bei den zweitägigen Osterather Pestspielen, bei denen das Line Up ja fast nur aus Punkrock-Bands bestand (den Bericht inklusive Fotos findet ihr auf unserer Seite unter “Konzertberichte”). Punkrock, wie Johnny Rocky And The Weekend Warriors spielen, ist mir bislang allerdings noch nicht untergekommen. Ganz ohne irgendwelche Sozialkritik, ohne mahnend erhobenen Zeigefinger oder sich gar politisch positionierend kommen die Aachener aus und wollen einfach nur für eine geile Stimmung sorgen. Bei mir haben sie das definitiv geschafft.

Unsere Wertung

8.0 von 10.0

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mehr Reviews

Genauso lieblich, wie Wein bei mir gern sein darf, kommt nämlich Sympathy daher. Fast schon ein wenig fluffig, wie eins meiner Lieblingsdesserts, Mousse Au Chocolat, das ja auch hervorragend zu Wein passt. Meine Mousse ist aus Zartbitterschokolade, und so schwingt auch ein wenig Bitterkeit im Gesang von David mit, wenn er singt "I'm lost within your sympathy, Rippin’ out the best of me".
Es gibt ja einige Bands, die von sich behaupten, einen Crossover aus verschiedenen Genres zu spielen. Nicht immer kann man – besser gesagt, kann ich – das raushören. Bei der im Jahr 2004 (!!) gegründeten und seit dem Jahr 2017 als Quartett auftretenden Band Reverse aus Dorsten kann ich aber sagen "passt".
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