Autor:
Lesedauer ca. 2 min.

Crudefang – Creatures (EP)

Künstler:

Crudefang

Herkunft:

Ruhrgebiet, Deutschland

Bandmitglieder:

Nils (Gesang und Gitarre)
Andi (Bassgitarre)

Link:

Album:

Creatures (EP)

Genre:

Grunge

Erscheinungsdatum:

14.07.2023

Tracklist:

1. Tokyo
2. Creature
3. Dive
4. Sickly Sweet
5. Smile

In den mittlerweile knapp zehn Jahren, die ich in der Undergroundszene des Ruhrgebietes unterwegs bin, habe ich schon einige Bands kommen und gehen sehen. Wenn Bands dann gehen, rechne ich aber eigentlich immer damit, zumindest einen Teil der Mitglieder in irgendwelchen anderen Bands wiederzusehen. So ging es mir auch mit Crudefang. Nils und Andi habe ich nämlich schon bei diversen, sehr geilen Shows ihrer vorherigen Band Ladder In The Tights erlebt, die leider im März 2022 das Ende verkündet hatte. Kurz danach kam dann aber schon die Info, dass die beiden jetzt als Crudefang weitermachen. Als ich sie dann vor kurzem in Bochum zum ersten Mal unter dem Namen sah, waren sie noch zu dritt, Drummer Ivan hat zwischenzeitlich allerdings die Band verlassen.

Nicht nur namenstechnisch sind Nils und Andi neu unterwegs, auch das Genre ist ein anderes. Waren Ladder In The Tights noch im (Post) Metalcore unterwegs, frönen die beiden jetzt voll und ganz dem Grunge, dem sie aber auch noch ein paar eigene Ideen verpassen und sich dabei vor allem gern im Punk bedienen. Das kann man sich auf den beiden bislang schon veröffentlichten EPs Institutionalized Cultivated Space Monkeys und Dummies anhören, und natürlich auch auf der Mitte Juli veröffentlichten dritten EP Creatures. Die kommt mit ihren fünf Songs auf ungefähr 18 Minuten Spielzeit.

Da sich Grunge-Songs nach wie vor nur sehr vereinzelt in meinen Playlisten finden und ich mich mit dem Genre auch nicht weiter beschäftige, kann ich Vergleiche zu irgendwelchen Bands nicht wirklich anstellen. Ich bin allerdings fast schon überrascht, wie geschickt Crudefang das Album aufbauen und wie abwechslungsreich sie sich auf Creatures präsentieren. Denke ich beim Opener Tokyo eher an Bands wie Alice In Chains oder Soundgarden legen Crudefang schon gleich bei Creature ein ordentliches Schüppchen drauf. In Minimalbesetzung mit Gitarre und Bass stehen diese beiden Saiteninstrumente sich auch oft in nichts nach und scheinen sich um die coolsten Riffs zu batteln. Dafür gibt’s insbesondere in den instrumentalen Parts immer mal wieder die eine oder andere Gelegenheit. Und hatte ich weiter oben noch den Punk erwähnt, findet der (nicht nur) in Dive und Smile seinen Weg an die Oberfläche des musikalischen Meeres, auf dem Crudefang mit Creatures umherschippern.   


Unser Fazit

Ich bin ja musikalisch ziemlich breit aufgestellt (neben Metal darf’s auch gern Electronics, House oder auch Hip Hop sein), aber es gibt so Genres, die mich schlicht und ergreifend nicht begeistern können. So werde ich auch nach mehrmaligem Hören von “Creatures” kein Grunge-Fan, muss den Jungs aber tatsächlich attestieren, dass sie nach wie vor wissen, wie man den geneigten Hörer mit abwechslungsreichen Songs bei der Stange halten kann. Zumindest das haben sie aus Ladder In The Tights-Zeiten mit zu Crudefang gebracht.

Unsere Wertung

8.0 von 10.0

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mehr Reviews

Bei der Spielzeit von ungefähr 37 Minuten könnte man ja fast schon von einem Album sprechen, aber July15th selbst nennen es EP, also bleiben wir dabei. Die große Releaseparty findet dann sicherlich am 19.11. im Jugendhaus Nord YOZ in Delitzsch statt, wo July15th neben Bethel und No Escape spielen werden.
Über die Single-Releaseshow von Northern Light hatten wir ja schon berichtet, jetzt wollen wir natürlich auch noch ein paar Worte zum Song "How To Live" schreiben. Das Video dazu hatten die Jungs bereits am 05.11. veröffentlicht, und nachdem ich beim Videodreh in Wuppertal dabei sein durfte, war ich sehr auf das Endergebnis gespannt.
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