Autor:
Lesedauer ca. 2 min.

Blossom Cult – Prequel (EP)

Künstler:

Blossom Cult

Herkunft:

Deutschland

Bandmitglieder:

János R. Krusenbaum (Gesang, Gitarre, Keyboard)
Max Krüger (Gitarre, Backgroundgesang)
Rik Schindler (Schlagzeug, Backgroundgesang)

An Prequel mitgewirkt haben noch
Elias Bauer (Keyboard)
Maurice Hoch (Bassgitarre)

Link:

Album:

Prequel (EP)

Genre:

Progressive Metal, Progressive Rock

Erscheinungsdatum:

05.11.2021

Tracklist:

1. Nightfall (Prologue)
2. What If Tomorrow Never Comes
3. Last Days Of Summer
4. Porcelain Sun
5. State Of Masks
6. Almost Home

Da habe ich doch mal wieder schnell den Finger gehoben. Band gänzlich unbekannt, aber bei der Genrebeschreibung direkt gemeldet, bevor es ein anderer macht und mir vielleicht ein Stück Musikgeschichte abhandenkommt. Jetzt sitz’ ich am Rechner, und recherchiere so ziemlich alles über Blossom Cult und stelle fest, dass man irgendwie kein Heimatort angegeben hat. Also kommen sie aus dem Nimmerland. Das ist jetzt ein Fakt.

Aber nun zur Musik. Nightfall (Prologue) fängt unwahrscheinlich spannend an und erinnert an die Krefelder von Blind Guardian. Die Linie wird bei What If Tomorrow Never Comes weiter gefahren; Bombastsound des klassischen Powermetals gepaart mit modernen Anleihen aus dem Metalcore Bereich. Allerdings muss hier direkt der kristallklare und energievolle Gesang von Janos Krusenbaum konkretisiert werden. Diese Vielfalt setzt sich ganz klar nach vorne und verspricht noch einige spannende Momente.

Das Gitarrenintro zu Last Days Of Summer zeigt genau das, was der Rest des Songs bringt: Harmonien. Tolle Arrangements und ein musikalisches Epos auf knapp 7 Minuten, was ansatzweise an Mastodon erinnert. Bis hier hin sehr spannend gespielt. Der balladeske Beginn bei Porcelain Sun nimmt ein bisschen die Energie heraus, die sich bis hier hin aufgebaut hat, auch kommt der anfängliche „Flüstergesang“ etwas nasal und gepresst aus den Boxen, allerdings wird das durch die fantastische Gitarrenarbeit von Max Krüger wieder ausgeglichen. Ab Minute 3 kommt man aber wieder sehr schnell in die Spur. Man hört einfach, dass die musikalische Messlatte sehr hoch liegt.

Mit State Of Masks gibt es nochmal was auf die Mappe. Was für ein grandioses Arrangement! Wie soll man das bloß beschreiben bzw. vergleichen? Eigentlich sind es drei Songs in einem, die ineinandergreifen. Die gesamte Bandbreite des Progressiven wird dabei genutzt und teilt sich in den Bereichen Power Metal, Classic Rock und ein bisschen Metalcore auf.

Almost Home bringt uns das Outro, was sehr schade ist. Daher komm ich jetzt zu einem Fazit, das wohl etwas überschwänglich wird und mit Vergleichen nur so strotzt.


Unser Fazit

Blossom Cult haben im Jahr 2021 ein fantastisches Stück Musik herausgebracht, was 1988 passend als deutsches Pendant zu Queensryche gewesen wäre. In den 90ern wäre es die größte Konkurrenz zu Blind Guardian gewesen, und in den anfänglichen 2000ern hätte man mit Dream Theater und Mastodon mithalten können. Jetzt, 2021 verstehe ich nicht, dass nicht die größeren Medien darauf aufmerksam werden und darüber berichten. Sensationelle EP. Aber einen Longplayer hätte ich geiler gefunden.

Unsere Wertung

9.0 von 10.0

Diesen Beitrag teilen

Facebook
WhatsApp
Telegram
Email

mehr Reviews

In einer Beziehung gibt es zwei Sorten von Musikern: den einen reicht es, in einer Band zu spielen, bei anderen dürfen es auch gern mehrere Bands sein. Die vier von Bloodhoney sind alle schon seit Jahren in der Musikszene aktiv, zwei von ihnen, nämlich Edel und Mika spielen auch noch bei der Dorstener Band Reverse.
Jetzt hat sich Helidus mit einem Thema beschäftigt, vor dem auch Fachleute – und solche, die sich selbst so nennen – immer mal wieder warnen: ein Blackout, der alles lahmlegt, woran wir uns schon lange gewöhnt haben. In Katastrophenfilmen kommt es dann eigentlich immer sofort zu Plünderungen und Anarchie. Aber es könnte ja auch anders ablaufen, ...
Alle Inhalte geladen
Keine weiteren Inhalte verfügbar
Nach oben