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Lesedauer ca. 2 min.

Ape Shack! – Second Lion Left (EP)

Künstler:

Ape Shack!

Herkunft:

Düren, Deutschland

Bandmitglieder:

Marvin "Melle" Roitsch (Gesang und Gitarre)
André "Ede" Roitsch (Bassgitarre)
Jan Deisler (Schlagzeug)

Link:

Album:

Second Lion Left (EP)

Genre:

Alternative Rock, Punk

Erscheinungsdatum:

14.07.2022

Tracklist:

1. Someone Else
2. I Don't Think Therefore I Am
3. You Did Not
4. Nobody's Listening

Im Gegensatz zu mir kennt unser Henning die Jungs von Ape Shack! (ja, mit Ausrufezeichen) schon seit langem. Auf seine Empfehlung hin habe ich mir zum ersten “Kennenlernen” mal die sehr unterhaltsamen Videos und Posts angeschaut, mit denen die Jungs mehr oder weniger regelmäßig in Erscheinung treten. Gegründet wurde die Band tatsächlich bereits vor über zehn Jahren, wobei von dem damaligen Trio noch die Brüder Marvin und André am Start sind. Aus dem jetzigen Trio soll auch noch ein Quartett werden, ein zweiter Gitarrist wird gerade “eingearbeitet”. Und nachdem sie ja die Songs, um die es hier geht, schon seit langem immer wieder live spielen, war es wohl an der Zeit, die guten Stücke mal auf einem Silberling zu verewigen.

Als englischsprachigen Alternative Rock bezeichnen Ape Shack! ihren Stil. “Alternative Rock” bzw. “Alternative Metal” ist bei mir in der Musik oft das, was in der so verhassten Ablage das Register “Allgemeines” ist. Lässt sich nicht genau einem anderen Thema zuordnen oder eben vielen anderen. Auch bei Ape Shack! bin ich gleich beim ersten Song Someone Else ein wenig hin- und hergerissen zwischen Alternative Rock und Punk. Das mag zum einen am Gesang von Marvin liegen aber auch an dem sehr eingängigen, weil ziemlich gradlinigen Rhythmus. I Don’t Think Therefore I Am (was ein Songtitel! :-D) kommt mit einem sehr coolen Intro und recht basslastig daher. Nicht nur das sondern auch das Gitarrenriff erinnert mich ein wenig an The Clash, womit wir ebenfalls wieder beim Punk wären.

Mit dem dritten Song, You Did Not, können Ape Shack! mich dann aber richtig überraschen. Es dürfte ja mittlerweile bekannt sein, dass mich nur ganz selten mal eine Ballade überzeugen kann, aber mit diesem Song schaffen die Jungs das. Da sitze ich dann tatsächlich ganz gebannt vor den Boxen, lausche dem schönen Gitarrenspiel und freue mich, dass die Jungs dem Track gleich mal fünf Minuten Spielzeit gegönnt haben. Im Chorus wird der Gesang manchmal ziemlich “anstrengend”, aber insbesondere in den Strophen kriege ich da fast schon Wohlfühl-Gänsepelle. Im Gegensatz zu dieser Ballade ist der letzte Track Nobody’s Listening dann der schnellste auf Second Lion Left und kann, wie Song Nr. 1 und 2, eine Punk-Schlagseite nicht ganz verhehlen. Und auf ein Augenzwinkern verzichten die Jungs hier auch nicht.

Unser Fazit

Ich muss zugeben, dass Henning tatsächlich recht hatte, als er mir versicherte, dass Ape Shack! immer sehr unterhaltsam seien. Und als ich mir “Second Lion Left” für dieses Review anhörte, musste ich auch sehr meinen Impuls unterdrücken, einfach nur wie ein Flummi in meinem Zimmer hin und her zu hüpfen. Live würde ich diesem Impuls sicherlich nachgeben. Da ist es auf jeden Fall schade, dass nur vier Tracks auf der EP versammelt sind. Was für meine Ohren etwas ungewohnt war, ist die Produktion. So könnte es auch klingen, wenn man bei einer Jam Session im Proberaum dabei ist. Aber das passt zu dem, was Ape Shack! machen, wie A… auf Eimer. Warum aber nun gerade der zweite Löwe abgehauen ist, wäre tatsächlich mal eine Frage für ein Interview… :-D

Unsere Wertung

8.0 von 10.0

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In den ungefähr 40 Minuten, auf die die neun Songs kommen, machen Luzidity von Anfang an keine Gefangenen und werfen gleich alles in die Waagschale, was Black Metal, Death Metal und Thrash Metal zu bieten haben. Progressive Metal kann man auch noch nennen, und mit vielen Tempowechseln gespickt zeigt sich gleich der erste Song "Nothing & All".
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