Autor:
Lesedauer ca. 2 min.

Le Rock – 7 Auf Einen Streich

Künstler:

Le Rock

Herkunft:

Hamburg, Deutschland

Bandmitglieder:

Auf der CD haben mitgewirkt:
Jack Dee Lance (Gesang)
Chris Le Rock (Gitarre und Bassgitarre)
Marco Gnoatto (Piano und Synthesizer)
Norlene Omledo (Cello)
Jake Naugle (Schlagzeug)

Link:

Album:

7 Auf Einen Streich

Genre:

Singer Songwriter, Unplugged

Erscheinungsdatum:

07.01.2022

Tracklist:

1. Angst
2. Sie
3. Kinder
4. Still
5. Borderline
6. Wie Viele Male
7. Hier Und Dort

Im Jahr 2017 ging es irgendwie los mit Le Rock. Chris Le Rock wollte es ursprünglich als Soloprojekt durchziehen, aber das Ganze nahm ziemlich schnell Ausmaße an, die allein kaum zu bewältigen waren. Mit Jack Dee Lance tat er dann den ersten Glücksgriff, denn beide schwammen sowohl musikalisch als auch textlich auf der gleichen Wellenlänge. Für das Debütalbum Schwarz-Weiß, das im Jahr 2018 veröffentlicht wurde, fanden die beiden auch schnell die geeigneten Mitstreiter. Von denen ist auf 7 Auf Einen Streich noch Marco Gnoatto mit an Bord.

Die sieben Unplugged-Versionen der Songs des Debütalbums Schwarz-Weiß wurden im Jahr 2019 produziert, aber die eigentlich geplante Veröffentlichung wurde verschoben, als es mit der Coronapandemie losging. Und nachdem dann natürlich auch keine Shows gespielt werden konnten, folgte schon der nächste Nackenschlag, denn Jack Dee Lance erkrankte und entschloss sich im Oktober 2021 schweren Herzens, die Band Le Rock zu verlassen. So sind auf 7 Auf Einen Streich also nicht nur diese besonderen Unplugged-Versionen der Le Rock-Songs zu hören, sondern wohl auch zum letzten Mal der Gesang von Jack Dee Lance.

Die teils sehr präsenten und prägnanten Gitarren, die auf Schwarz-Weiß zu hören sind, gibt es auf 7 Auf Einen Streich natürlich nicht. Dadurch fällt auch die etwas rotzig-punkige Attitüde weg, die zum Beispiel die Originalversion von Angst prägt. Der Song kommt hier tatsächlich als Ballade aus den Boxen, und Piano und Cello passen dann natürlich sehr gut. Leider ziehen Le Rock das mit den Balladen aber durch. Bei Songs, die auch auf Schwarz-Weiß eher langsam gehalten sind, passt es natürlich, aber bei Songs, wie dem bereits genannten Angst, Borderline oder Wie Viele Male hätte es der Unplugged-Version ganz gut getan, wenn man etwas näher am Original geblieben wäre. Wer ruhige Musik mag, wird die ungefähr 30 Minuten, auf die es 7 Auf Einen Streich bringt, entspannt durchhören können. Mir fehlt da definitiv Abwechslung. So werde ich mich weiterhin an das Debütalbum halten, denn dort sind die Texte meiner Meinung nach musikalisch besser verpackt.

Unser Fazit

Eigentlich sollte man ja denken, dass die Geschichten, die LeRock in seinen Songs erzählt, in einer Unplugged-Version besser zur Geltung kommen, weil der Gesang hier nicht von stromverstärkten Gitarren oder der Basedrum eingeengt wird. Das wurde aber durch den sehr guten Mix auf Schwarz-Weiß schon gut abgefedert. Abgesehen davon, dass Balladen sowieso nicht mein Ding sind, hätte man meiner Meinung nach aus diesen Unplugged-Versionen mehr machen können. Dass das möglich ist, beweist aktuell gerade die Band V/Haze Miasma mit der Piano-Version ihres Tracks Hubris, die sich sehr stark am Original orientiert und dennoch so vollkommen anders daherkommt (die EP von V/Haze Miasma wird ebenfalls am 07.01. veröffentlicht). Für einen Singer-Songwriter sollte es jedenfalls einfacher sein, als für eine Post Metal-Band.

Unsere Wertung

5.0 von 10.0

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Es gibt so Bands, da weiß ich langsam nicht mehr, wie ich meine Texte einleiten soll, weil sie so unfassbar fleißig sind und regelmäßig mit neuem Material um die Ecke kommen. Zu diesen Bands gehört definitiv auch Hostage. Die Jungs haben schon eine Coverversion veröffentlicht, jetzt haben sie sich mal einen ihrer eigenen Songs vorgenommen und ihn in ein neues Gewand gehüllt.
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